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Die Gründerzeit

Mit der Gründerzeit werden im Allgemeinen die Jahrzehnte umschrieben, welche sich der Reichsgründung von 1870/71 anschlossen. Der Begriff selbst bezieht sich dabei auf die zahlreichen Gründungen von Aktiengesellschaften und den wirtschaftlichen Aufschwung nach 1871. Die wichtigsten Themen dieser Zeit waren Technik und Industrie, Handel und Verkehr, Weltausstellungen und Konsum sowie Nation, Demokratie und Soziale Frage.

Durch die Reichsgründung gab es einen einheitlichen nationalen Wirtschaftsraum, ein modernes Finanzsystem entstand, das Verkehrswesen wurde ausgebaut, die Betriebe wurden immer größer und durch neue technische Erkenntnisse immer rationeller. Zum eigentlichen Träger dieser Entwicklungen wurde das Bürgertum und je stärker die Impulse aus ihm heraus kamen, desto nachhaltiger wirkten sie positiv auf die Mittelschicht zurück.

Erstmalig erfuhr das breite Bürgertum einen spürbaren Wohlstand und konnte an diesem Wohlstand mehrheitlich teilhaben. In seinem aufwendigen, repräsentativen Lebensstil orientierte sich das industrielle Bürgertum verstärkt an der alten Elite - dem Adel. Im Gegensatz dazu standen das Kleinbürgertum und die Arbeiterschicht, welche mit Not, Existenzkampf und Kinderarbeit einen gänzlich anderen Alltag zu bewältigen hatten.

Leipzig zur Gründerzeit

Bildermuseum

Bildermuseum

Café francais

1900

Gewandhaus

Grassimuseum

Neues Rathaus

Neues Theater

Am Augustusplatz

Neues Theater

Am Augustusplatz

Reichsgericht

Schmuckplatz

Reichsgericht

Rosentalteich

Universität

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Zeppelinbrücke